Ankunft in England mit Hindernissen

Wenn ich auf das Datum unten rechts auf meinen PC schaue, kann ich es kaum glauben, am Sonntag bin ich schon einen Monat hier in New Romney und hab 1/3 meines Praktikums hinter mir. Die Zeit ist einfach nur so dahin geflogen. Ich weiß noch ganz genau, wie ich hier am 3.Januar 2010 angekommen bin, mit einem riesengroßen Backpacker-Rucksack und einem noch größeren Koffer…

Meine Ankunft, hier in England, war leider nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin einen Tag vorher in Heathrow gelandet und wollte die erste Nacht bei Freunden verbringen. Es lief auch alles wie am Schnürchen bis ich bei der letzten U-Bahn Station angekommen
bin, von der aus ich zu Fuß zu der Familie kommen wollte.

Tja, blöderweise wurde mir gerade erst in diesem Moment klar, dass ich vergessen hatte, den Weg zu googeln. Also stand ich bei gefühlten -20 Grad
mit meinem ganzen Gepäck an der U-Bahn Station und dachte mir: Okay, ist der Weg zu meiner Linken oder die Straße gegenüber schöner…?

Ich muss schon sagen, dass war ein sehr interessantes Gefühl, so ganz alleine, ohne jeden Plan dazustehen. Ein Gutes hatte es auf jeden Fall, dadurch lernte ich schon am ersten Tag die Hilfsbereitschaft der Engländer kennen!

Ich ging einfach der Nase nach und hoffte einfach zufällig auf die Straße zu stoßen. Um gleich schon direkt bei der Familie anzurufen, was das Sinnvollste gewesen wäre, dazu war ich zu stolz.

Nach ca. 1km bezweifelte ich den Erfolg dieser Strategie und ging in ein Geschäft, um nach dem Weg zu fragen. Der Besitzer war so freundlich und googelte mir den Weg, nur leider konnte er die Karte nicht ausdrucken, also erklärte er mir, dass ich doch den Bus nehmen soll und dann von da aus……was danach kam hab ich ehrlich gesagt nicht mehr verstanden, dass ging in dem britischen Akzent und in meiner Müdigkeit unter…

Aber auf zum nächsten Ziel der Schnitzeljagd! Ich stieg also in den nächsten Bus, der an der Bushaltestelle ankam, einfach nur noch aus Verzweiflung und wiederum mit der naiven Hoffnung den richtigen Weg einzuschlagen. Glücklicherweise hat mich der nette Engländer, aus dem Geschäft,
gesehen und zog mich regelrecht aus dem Bus- zu meinem Glück, da er in die entgegengesetzte Richtung gefahren wäre.

Ich hätte diesen Mann wirklich umarmen können – er setzte mich anschließend nicht nur in den richtigen Bus, nein, er sagte sogar dem Busfahrer, dass er mir Bescheid geben soll, wann ich raus muss!

Jetzt sollte ich eigentlich schreiben: Und schließlich fand ich den Weg ohne Probleme. Dies war aber leider nicht der Fall. Ich musste noch einen Sportwagen mit 2 jungen Männern anhalten um schon wieder nach dem Weg zu fragen (wenigstens hab ich gleich schon am ersten Tag so viel Englisch wie möglich geredet! Sie hatten einen Laptop dabei, in dem ich mir den Weg selbst anschauen konnte… Juhuu, mein Tagesziel rückte näher!

Letztenendes kam ich 2h später an, total durchgeforen und hungrig mit ein bisschen Bammel vor dem nächsten Tag, da ich absolut keine Ahnung hatte, was mich in meinem Praktikum in New Romney erwarten würde..

Was lernen wir daraus?

Plane deine Reise im Voraus!

– Jannike aus Deutschland

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